Montag, 8. Juni 2009

Interessante Wortschöpfungen in der Presse. Teil 2: Internet-Raffke

Urheber: Henrik Werner
Fundstelle: Die Welt, 04.06.2009, Kommentar: Endlich mischt die Politik im Google-Streit mit
URL: http://www.welt.de/webwelt/article3857377/Endlich-mischt-die-Politik-im-Google-Streit-mit.html

Zitat: "[...] Denn in dem anhängigen Verfahren geht es nicht bloß um die Frage, ob ein ohne Einwilligung des Autors digitalisiertes Buch dem vermögenden Internet-Raffke Google nun 60 oder 70 Dollar wert zu sein hat. Es geht vielmehr um die kulturell bedeutsame Frage, ob geistige Enteignung zur medialen Signatur, mithin zu einem Menetekel des 21. Jahrhunderts wird. "

Interessante Wortschöpfungen in der Presse. Teil 1: E-Bolschewismus

Urheber: Jens Jessen
Fundstelle: DIE ZEIT, 04.06.2009 Nr. 24, Das Netz trügt
URL: http://www.zeit.de/2009/24/Internetdebatte?page=1

Zitat: "[...] Es steht außer Frage, dass im Netz ein bedeutender Beitrag zur Demokratie geleistet werden kann. Aber die gegenwärtigen sozialen Umgangsformen verraten keine Tendenz zur E-Democracy, sondern eher zum E-Bolschewismus."

Freitag, 5. Juni 2009

Nomen est omen? Heute: Ein Tip

„Es war weder Selbstmord noch Mord, er starb, nachdem er sich selbst befriedigt hatte“, sagte [die Gerichtsmedizinerin] Porntip [...]

Was sollte man mit so einem Namen auch sonst vermuten...

Nachzulesen in der FAZ: Carradines Tod wohl „selbstverschuldeter Unfall

Dienstag, 17. Februar 2009

Neues aus der Molrattenforschung

Nacktmull lebt wegen stabiler Proteine bis zu 30 Jahre lang meldet Deutschlandradio Kultur in den Kulturnachrichten.

Dienstag, 20. Januar 2009

Graffiti in Brandenburg (Havel), erfolgreich bekämpft

Der Polizeiticker der Internetwache Brandenburg ist ein Quell nicht nur guter Unterhaltung sondern auch eines Gefühls tiefschürfender Sicherheit (vgl. auch hier). Beinahe stündlich werden grandiose Erfolge in der Verbrechensbekämpfung gemeldet. So heute aus Brandenburg an der Havel, wo den Beamten in der Ziegelstraße ein Schlag gegen das Graffiti-Unwesen gelang:

Auf Grund von Zeugenhinweisen, gelang es Polizeibeamten der Wache Brandenburg gestern Nachmittag ein 15-jähriges Mädchen zu stellen, das zuvor einen Pfeiler der Bushaltestelle in der Ziegelstraße mit Farbe beschmiert hatte.

Der Teenager hatte mit einem schwarzen Stift, Herzen und verschiedene Buchstaben auf den besagten Pfeiler aufgetragen und war dabei beobachtet worden. Die Beamten stellten den Stift sicher und fertigten eine Anzeige wegen Sachbeschädigung.
(Meldung der Internetwache)


Sechs Häuser von der Havel entfernt malt ein junges Mädchen in einer ruhigen Seitenstraße Herzchen, womöglich während des Wartens auf den Vorortbus, an einen Pfeiler, darunter vielleicht den Namen ihres Liebsten und schon schlägt der wuchtige Arm des Gesetzes mit Null-Toleranz und einer Anzeige wegen Sachbeschädigung zu und macht auch noch eine Pressemeldung daraus. Da bekommt die Wache Brandenburg von ihren Internetlesern sicher den Respekt, dem sie bei dem Mädchen garantiert eingebüßt hat.

Von den Tätern, die am Wochenende im Uckermark Center in Angermünde die Toilettenbrillen und ein Becken beschädigten, fehlt momentan dagegen gerade nicht jede Spur, denn die kaputten Brillen liegen ja vor, aber jede Ahnung hinsichtlich der Identität.

Freitag, 12. Dezember 2008

Schmierfingelingeling: Bei der Internetwache Brandenburg

Neue Wörter braucht das Land - aber vielleicht nicht jedes. Manche sind jedoch einfach so niedlich, dass man sie sofort in den Alltagswortschatz übernehmen mag.
So beispielsweise "Schmierfing", welches heute die Internetwache Brandenburg erfand. Es könnte sich andererseits um ein Zugeständnis im Sinne der "Political Correctness" an die Vogelkundler bzw. die Vögel direkt handeln, da der Fink an sich nur selten zum gemeinschädlichen Schmieren aufgelegt ist.

Polizeischreibung_BB_01
12.12.2008 - Schmierfing ertappt (LOS)

Sehr schön klingt auch, wie die automatische Stimme der Wache das Wort "Buchstabenkürzel" ausspricht...

Etwas weihnachtlich mutet dagegen diese schöne, allerdings auch nicht ganz fehlerfreie Meldung an: 12.12.2008 - Reh auf Gullydeckel (TF):
Zossen

In der Zossener Bahnhofstraße bemerkte eine Polizeistreife am 12. Dezember um 4.18 Uhr ein Reh, welches auf einem Gullydeckel saß, aus dem Dampf aufstieg. Die Beamten vermuteten, dass das Tier verletzt ist und näherten sich dem Gully. Als ihm die Beamten dem Reh zu nahe kamen nahm das augenscheinlich nicht verletzte Tier Reißaus und verschwand im angrenzenden Stadtpark.

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